Kunsthandwerk, Land und Leute in Tunesien |
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Kamelreiter. Foto: FVA Tunesien |
Tunesisches Kunsthandwerk ist nicht nur ein wichtiger Exportartikel, sondern Bestandteil des täglichen Lebens. In den Töpferstädten Nabeul (nahe Hammamet) und Guelalla (auf Djerba) trocknen Hunderte von Tonkrügen in der Sonne. In ihnen werden Tintenfische gefangen und Lebensmittel vom Markt nach Hause getragen. Anziehungspunkt jeder tunesischen Stadt ist der farbenfrohe Souk. Im Halbdunkel der meist überdachten Gänge stapeln sich Lebensmittel und Haushaltswaren, Teppiche, Kleidung und Kunsthandwerk. Jedes Gewerbe oder Handwerk hat seinen eigenen Bezirk. Die vornehmsten liegen immer in unmittelbarer Nähe der Moschee. Dazu gehören die Parfumhersteller und die Buchhändler, die Gold- und Silberschmiede und der Souk der Weber und Tuchmacher. Am weitesten entfernt von der heiligen Stätte liegen die Souks der Gerber und Färber, die oft üble Gerüche verbreiten, aber trotzdem schön anzusehen sind. Ein Erlebnis ist auch der Besuch der lebhaften Wochenmärkte, auf denen Bauern und Viehzüchter Waren und Neuigkeiten tauschen. Berühmt sind die Kamelmärkte von Nabeul und Moknine. Pittoreske Fischerhäfen (z.B. Bizerte), stimmungsvolle Plätze ( z.B. Place du Caire in Mahdia) und kleine Dörfer (besonders Hergla bei Hammamet) findet man überall in Tunesien. Sammelpunkt der Künstler und Schönheitshungrigen aus aller Welt ist Sidi Bou Sai'd (18 Kilometer von Tunis entfernt), ein im maurischen Stil erbautes Städtchen, dessen weiß-blaue Häuser hoch oben auf einem roten Felsen über dem Mittelmeer liegen. Der Reiz seiner Atmosphäre und Architektur hat schon August Macke und Paul Klee begeistert. Quelle: FVA Tunesien / bearbeitet von pairola-media |
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