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Venedig - die Stadt auf dem Wasser

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Strand bei Estoril. Foto: Costa Estoril und Sintra

Als die Veneter von den Hunnen im Jahre 453 vom Festland vertrieben wurden, suchten sie Schutz vor der unvorteilhaftesten Lage. Auf der Flucht vor Barbarei begannen Flüchtlingsgemeinschaften sich auf mehreren kleinen, nahezu unbewohnten Inseln einzurichten. Diese lagen verstreut in einer Lagune und boten, gut vor der stürmischen Adria geschützt, einen idealen Fluchtort.

Um das venezianische Lebensgefühl zu erfahren, darf man einen Besuch der drei wichtigsten Plätze nicht versäumen: den Campanile von San Giorgio, den San Marco und den Markt am Rialto. Hier herrscht ein reges Treiben und unzählige Gerüche liegen in der Luft. Auf dem Gemüsemarkt und auf dem Fischmarkt wird das vielfältige Warenangebot kunstvoll präsentiert. Auf derPiazza San Marco befindet sich die im 9. Jahrhundert entstandene Markuskirche, die als "Dogenkapelle" errichtet wurde, um die Gebeine des Evangelisten Markus, dem Schutzheiligen der Stadt, zu beherbergen.

Venedig besteht aus sechs Stadtteilen, den sogenannten sestiere: San Marco, Castello, Dorsoduro, San Polo, Santa Croce und Cannaregio. Die Straßennamen sind sich verwirrend ähnlich, manchmal gibt es sie sogar doppelt. Um sich in den engen Gassen zurechtzufinden, braucht man sich nicht zu scheuen, einen Einheimischen nach dem Weg zu fragen. Da die Stadt schon seit Jahrhunderten von ihren Besuchern lebt, ist sie besonders offen und die Menschen sehr hilfsbereit und freundlich.

Reizvolle Einkaufsviertel machen Shopping in Venedig zu einem besonderen Vergnügen. Die wichtigste Einkaufsstraßen der Stadt sind die Mercerie. Diese sind natürlich genauso verwirrend wie all die anderen Straßen: Sie wechseln nicht nur des öfteren die Richtung, sondern auch ihren Namen. Der Markusplatz ist einer der schönsten Plätze der Welt. Nach einem ausgiebigen Spaziergang in den Marktarkaden, wo man die die teuersten Schmuck-, Glas-, und Bilderläden findet, kann man in einem der leider ziemlich teuren Cafés bei einem Kaffee oder Cappuccino verschnaufen und den wunderschönen Ausblick auf den Platz genießen. Während seines Streifzuges durch die Stadt sollte man auf die kleinen, leicht zu übersehenden Schilder achten, denn manchmal verbirgt sich hier ein Geheimtipp für ein Restaurant, das in keinem Touristenführer genannt wird. Es ist völlig gleich, wo man sich gerade in Venedig aufhält, überall warten überraschende Dinge und ob es eine Bar ist, ein Restaurant oder eine Brücke: Hier gibt es immer etwas Neues zu entdecken.

Um den Inselstaat Venedig gruppiert sich noch eine Vielfalt anderer Inseln. Die bekanntesten sind San Michele, Murano, Torcello, und Burano. Die Insel San Michele ist der Friedhof des Inselstaates und wird auch die Toteninsel genannt. Der Platz ist hier so knapp bemessen, dass die Grabstätten übereinandergetürmt werden müssen. Murano wird die Insel der Arbeit genannt, denn hier wird Glas hergestellt. Außerdem findet man das alte Kloster, in dem die venezianische Glasmacherkunst geschaffen wurde. Auf der Insel Torcello hat bereits Hemingway gewohnt. Lange bevor Venedig entstand, war sie schon reich und mächtig und besaß zahlreiche Kirchen, Paläste und Häfen.


Quelle: pairola-media

 

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