Zu Fuß auf den Montmartre |
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Blick auf den Montmartre. Foto: H.J. Franzen |
Montmartre, eines der bekanntesten Pariser Stadtviertel, wurde auf der mit 128 Metern höchsten Erhebung der Stadt erbaut. Früher soll hier ein römischer Tempel, der dem Gott Merkur geweiht war, gestanden haben. Später wurde an gleicher Stelle ein Benediktinerkloster errichtet. In den Wirren der Französischen Revolution wurde das Kloster von
Jean-Paul Marat zerstört. Einige Jahrzehnte wurde der ganze Stadtteil
Mont-Marat genannt. Gelebt hat die Bevölkerung unter anderem vom Abbau
von Silex, einem gelb und braurot gestreiften Mineral zur Schmuckherstellung,
das in unterirdischen Gipslagerstätten gefördert wurde. Damals standen
über 30 Mühlen im Montmartre die zur Förderung des Gipses und der
Mineralien dienten. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde, wegen Einsturzgefahr
des ganzen Berges, die Produktion eingestellt und die Mühlen nach
und nach abgerissen. Ein anderen Eindruck von dem Viertel hat derjenige der sich zu Fuß,
zum Beispiel von den Bahnhöfen Gare de l´Est oder Gare du Nord kommend,
nähert oder aus der Metrostation Barbès Rouchechouart steigt. Der
Besucher hat das Gefühl in einem arabischen oder afrikanischen Basar
zu sein. Einige Schritte weiter in Richtung der berühmtesten Sehenswürdigkeit
des ehemaligen Dorfes, der Kirche Sacré Cœur, wird es deutlich ruhiger. Neben der Aussicht und den Straßen rund um Moulin Rouge ist der Ruf
als Künstlerviertel, der die Beliebtheit Montmartres begründet hat.
Maler wie Toulouse Lautrec, Picasso, Monet, Utrillo, van Gough oder
Braque haben hier gelebt und gearbeitet. Allerdings wanderten schon
nach dem ersten Weltkrieg die berühmten Künstler ab. Quelle: pairola-media (H.J. Franzen) |



