Luxemburg - Kultur im Großherzogtum |
| Aus Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Wien oder Zürich ist die Anreise mit dem Flugzeug sicherlich die schnellste. Nonstop-Flüge der nationalen Fluggesellschaft Luxair verbinden diese Städte im deutschsprachigen Raum mit Luxemburg. Der Lage des Flughafens, sieben Kilometer vom Stadtkern entfernt, erweist sich als Vorteil. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, reist vielleicht mit der Bahn oder mit dem Auto an. Luxemburgs Hauptstadt ist angebunden an das Autobahnnetz seiner drei Nachbarländer Deutschland, Frankreich und Belgien. Über Koblenz und Trier ist die Anfahrt rasch und bietet darüber hinaus beiderseits der Autobahn schöne Ausblicke auf Weinberge und bewaldete Hügel. Der weniger eilige Autofahrer entscheidet sich vielleicht kurzerhand, die Autobahn knapp nach der deutsch-luxemburgischen Staatsgrenze zu verlassen und einen Abstecher an die Luxemburger Weinstrasse einzuplanen. Rund 42 Kilometer schlängeln sich die Weinberge des Großherzogtums entlang des Moselufers bis ans Dreiländereck bei Schengen, wo die Schengener Verträge unterzeichnet wurden. Idyllische Winzerdörfer und -städtchen lassen sich hier geruhsam erkunden. Ein 'Pättchen', ein Glas herben Luxemburger Weißweins sollte sich jeder vor Ort gönnen. Er mundet den Luxemburgern so gut, dass die Winzer rund 70 Prozent davon im eigenen Land absetzen.Weinmuseen in Ehnen und Bech-Kleinmacher, sowie besucherfreundliche Wein- und Crémant-Kellereien laden zum Rundgang ein. Erholsam nach einer Autofahrt ist zweifellos auch eine Schifffahrt an Bord der eleganten 'Princesse Marie-Astrid' oder der 'Musel' - Ausflugsschiffe, welche regelmäßig vor Remich ankern. Die Autobahn Trier-Luxemburg dürfte derzeit für viele der raschste Weg in die Landeshauptstadt sein. Wer aber die Landschaft genießen möchte, wird vielleicht eine Route durch die Eifel auswählen und die Region auf schönen Landstrassen erkunden. Nur 20 Kilometer von Bitburg entfernt, versetzt die Ferienregion Müllerthal mit ihrem Kernort Echternach Kultur- und Naturfreunde in Urlaubsstimmung. Bizarre Felsformationen, deren Ursprung auf die Eiszeit zurück geht, machten das als 'Kleine Luxemburger Schweiz' bekannte Müllerthal zum Wandergebiet mit dem dichtesten Wegenetz im ohnehin wanderfreundlichen Großherzogtum. Zwischen plätschernden Bächen, schmucker ländlicher Architektur und mittelalterlichen Burgruinen, wie etwa in Beaufort oder in Larochette, lässt es sich gut leben. Die Luxemburger Ardennen sind die Ausläufer der deutschen Eifel. Die Anreise in den nördlichen Teil des Großherzogtums erweist sich ebenfalls als Landschaftserlebnis. Spektakulär ist der Anblick der größten Burg der Großregion Eifel-Ardennen, der Burg Vianden. Das schmucke Städtchen befindet sich wiederum direkt an der Grenze zur Bundesrepublik und kann demnach als Startpunkt der Luxemburg-Reise dienen. Der Wiener Kongress hatte 1815 die natürliche Staatsgrenze zwischen Preussen und Luxemburg festgelegt. Andernorts bilden die Flüsse Mosel, Sauer und Our die Grenze.Neben der ganzjährig geöffneten Burg Vianden, die unter Luxemburgs kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten die meisten Besucher verzeichnet, bietet Vianden Luxemburgs einzigen Sessellift und gleich mehrere Museen. Im Puppenmuseum werden 100 Jahre Puppengeschichte geschrieben und das 2001 eröffnete Film- und Fotomuseum führt die Entwicklung der Technik in diesem Bereich vor Augen. |
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