Auvergne - wo man sich immer wohler fühlt |
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Der zugewachsene Puy de Côme. Foto: P. Soissons / CRT Auvergne |
Schon auf der Fahrt mit dem Zug von Paris Richtung Aurillac taucht der Besucher in eine eigene Welt ein. Je länger man die Felslandschaften durchreist, desto wohler fühlt man sich. Wenn man aus dem Fenster schaut, schlängeln sich wilde Bäche neben einem her und man bekommt das Gefühl, den Duft von unberührter Natur und der Weite des Landes schon jetzt riechen zu können. Angekommen im größten Vulkangebiet Europas hat man den Eindruck, als wäre die Zeit hier stehen geblieben. Doch bekannt ist die Auvergne im Herzen Frankreichs nicht sonderlich, was wohl auch daran liegen mag, dass es hier keine Strände gibt. Dafür wird der Besucher aber durch die unberührte Bergwelt, zahlreiche Gaumenfreuden und die Reinheit der Luft entlohnt. Eine ziemlich bekannte Delikatesse ist die 'Truffade'. Das sind Kartoffeln,
vermengt mit einem Käse der Region und etwas Knoblauch. Der Käse zieht
beim Essen herrlich lange Fäden. Aber auch die grünen Miniatur-Linsen
aus Le Puy oder diverse Wurstzubereitungen dürfen nicht auf der Speisekarte
fehlen. Wenn die leuchtenden Farben des Spätherbstes die Natur der
Auvergne entflammen, halten Reh, Wildschwein und Federwild ihren Einzug
in die Küchen. Zum Wild werden Waldpilze gereicht. Die besten Zutaten
werden immer noch auf dem Markt erstanden. Überhaupt bekommt man hier beim Durchkreuzen der Landschaft schnell das Gefühl, eine Reise in die Vergangenheit gemacht zu haben. Wandert man auf den zahlreichen Wegen in der Bergwelt umher, so kann man mit ein bisschen Glück eine der 500 historischen Kirchen entdecken. Da der Pilgerweg nach 'Santiago de Compostela' zum Grab des heiligen Jakobus durch die Auvergne führte, entstanden im Mittelalter viele verschiedene Kapellen und Kirchen von seltener Perfektion. Einen Besuch wert sind die Felsenkirche in Le Puy oder die Notre-Dame-du-Port in Clermont-Ferrand, der größten Stadt der Auvergne. Die Auvergne hat auf ihren zahlreichen Hügeln über 50 Schlösser und Burgen zu bieten. Auch wissenswert: Das Zentralmassiv der Auvergne gilt als Wasserreservoir
Frankreichs. Das Vulkangestein wirkt wie ein riesengroßer Filter.
Von diesem Vorzug profitieren nicht nur 'Volvic', 'Vichy' oder 'St-Yorre'.
Mit elf Thermen stellt die Region ein Drittel aller französischen
Kurbäder - und gehört somit zu den bedeutendsten Thermalzentren Europas.
Das haben vor 2000 Jahren auch die Römer erkannt und badeten im heilenden
Nass der Vulkane. Quelle: pairola-media (Annina Reiman) |
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