| Seit dem frühen
14. Jahrhundert ließen die Grafen, Herzöge und Könige von Württemberg
in und um Stuttgart ihre Residenzen, Lustschlösser und Grabmale errichten.
Gegründet auf den Anfängen einer schwäbischen Wasserburg aus dem 10.
Jahrhundert, entstanden so innerhalb des Talkessels das Alte Schloß
und das Neue Schloß. In der weiteren Umgebung baute man Schloß Solitude
mit seiner Verbindung zum Ludwigsburger Residenzschloß, Schloß Hohenheim
als Landsitz sowie Schloß Rosenstein, die Wilhelma oberhalb des Neckars
und die Grabkapelle auf dem Württemberg, dem Standort der ersten Burg
des Geschlechts der Württemberger.
Das Alte Schloss
Das Alte Schloß Stuttgart wurde um 941 als einfache Wasserburg zum
Schutz eines Gestüts ("Stutengarten") angelegt und bis zur Renaissance
in der Mitte des 16. Jahrhunderts als Residenz der Grafen und Herzöge
von Württemberg ausgebaut. Die das Schloß umgebenden Plätze und Gebäude
sind als Ensemble in direktem Bezug auf diesen Mittelpunkt fürstlicher
Macht entstanden und prägen auch heute noch das Bild des historischen
Stuttgarter Zentrums. Im Alten Schloß ist das Württembergische Landesmuseum
untergebracht.
Das Neue Schloss
Das Neue Schloß in Stuttgart wurde 1746 als repräsentative Barockresidenz
für Herzog Carl Eugen von Württemberg angelegt. Nach über sechzig
Jahren vielfach unterbrochener Bauzeit war es 1807 äußerlich und im
Inneren fertiggestellt. Es dient nach seiner Nutzung als Wohnung und
Repräsentanz der württembergischen Herzöge und Könige und nach seiner
teilweisen Zerstörung im zweiten Weltkrieg der ministeriellen Verwaltung
und dem Land Baden-Württemberg bei repräsentativen Anlässen.
Schloss Solitude
Schloß Solitude liegt auf den Höhen südwestlich von Stuttgart mit
prachtvollem Blick ins Unterland. In den Jahren zwischen 1764 und
1769 erbaut, ist es Mittelpunkt einer Gesamtanlage, die als Ausdruck
fürstlichen Bauwillens im ausklingenden Rokoko zu den herausragenden
Architekturensembles des 18. Jahrhunderts im deutschen Südwesten zählt.
Schloss Hohenheim
Die letzte große Schöpfung Herzog Carl Eugens von Württemberg, Schloß
Hohenheim, wandelte sich während der Bauzeit zwischen 1772 und 1793
vom kleinen Landgut zur repräsentativen Landresidenz. Hier lebte der
Herzog mit seiner zweiten Gemahlin Franziska von Hohenheim und arbeitete
mit großer Energie vor allem an der Gestaltung des "Englischen Dörfle",
einer fiktiven Ortschaft mit über 60 teilweise "antiken" Gebäuden
inmitten eines Landschaftsgartens. Die Illusion vom einfachen Landleben
sollte hier Wirklichkeit werden, der Ehrgeiz des Herzogs und die Vielfältigkeit
des Projekts schufen eine verwirrende Fülle.
Quelle: bearbeitet von pairola-media |